Autoren- und Buchvorstellung bei Radio Köln. Mit Interview. Und kurzer Lesung. Ihr wisst ja wie das ist, wenn man seine eigene Stimme auf Band aufgenommen hört. Ich bin sehr gespannt! Ich muss dazu sagen: Ich bin etwas vorbelastet.  Niemals werde ich vergessen, wie ich als Kölnerin während meiner Ausbildung in Düsseldorf (!!!)  Briefe auf das Diktiergerät sprechen musste …

Als Auszubildende hat man vieles zu lernen. Die Kolleginnen und Kollegen beantworten die Fragen, die der Azubi hat – meistens sind sie ja hilfsbereit, doch sie machen auch gerne ihre Späße – auf Kosten des Auszubildenden.

Einmal kam ich aus der Mittagspause zurück ins Büro und hörte meine Kollegen schallend lachen. Sie standen um meinen Schreibtisch herum und hörten gerade mein Diktiergerät ab. Wütend lief ich um sie herum und knallte meine Tasche auf die Tischplatte. „Was macht ihr denn hier?“

„Wie schön sisch deine Schtimme anhört. Und vor allem dein Akzent, Kölnerin!“, so der eine Kollege.

„Isch spresche hochdeutsch!“, konterte ich wütend.

„Aber sischer, da wagt auch keiner zu widerspreschen. “

Dann zitierte er aus meinem Diktat:

„Leider sind die für die Abwicklung erforderlischen Unterlagen noch nicht vollständisch. Bitte reischen Sie die fehlenden Dokumente möglischst kurzfristisch bei uns ein.“

(Nachtrag: Autoren- und Buchvorstellung mit Interview sind trotz weit-über-30-Grad gut gelaufen. Mein leischter kölscher Dialekt hielt sisch in Grenzen. Ein bisschen raushören darf man es ja … Ja, es soll sogar so sein.)