Andrea Agnes Annette Moll
Schriftstellerin auf dem Weg zu meinem ersten Buch ...

Anne, Maria und ich …    

5. Teil

Eine kurze Zeit später: Große Freude! Anne wurde das erste Mal Oma. Und einige Jahre später das zweite Mal. Es ist eine besondere Freundinnen-Freunde, wenn die Freundin Oma wird. Es ist ganz schwer zu beschreiben, was das mit einem macht. Sofie hat damals nur zu Anne gesagt: „Sag` der kleinen Lea, dass auch die Freundin der Oma, ein ganz, ganz wichtiger Mensch für sie ist.“ Maria und Sofie haben sich mitgesonnt in dieser Oma-Wärme.

Beim zweiten Enkelkind gab es Komplikationen. Sofie hat mit Anne gelitten. Wenn sie bedachte, welchen Schmerz und welche Ängste das bei ihr ausgelöst hat, dann fragte sie sich, wie die Omas und Opas und die Eltern dieses Kindes diese Angst aushalten konnten. Es ist wohl der größte Schmerz, den man erleiden kann.

Auch in dieser Zeit war Maria die Stütze, der Ruhepol. Sie weinten zusammen, bangten und hofften. Anne und Sofie waren sich sicher, ohne Maria, hätten sie das nicht geschafft. Womöglich wäre die Freundschaft an dieser Belastung zerbrochen. Doch sie hatten Maria. Sie waren zu dritt und Maria war die, die alle auffing. Maria erkannte oft schon an ihren Gesichtern, wenn Anne oder Sofie oder beide vor ihrer Tür standen, ob wieder einmal etwas Schlimmes passiert war. Und es ist schon eigenartig. Aber nachdem sie ihr erzählt hatten, was passiert war, und sich bei ihr ausgeweint hatten, ging es ihnen besser. Dafür sind Freunde doch da! Wird vielleicht mancher sagen. Ja, aber mit ihr war es anders.

In guten wie in schlechten Zeiten.

Morgen geht es weiter.