Andrea Agnes Annette Moll
Schriftstellerin auf dem Weg zu meinem ersten Buch ...

Risiken und Nebenwirkungen bei Rabatt-Coupons …  

Kennst du: Auf dem Weg von der Arbeit schnell noch in den Supermarkt etwas einkaufen und dann aber fix nachhause. Nach dem Einkauf hetze ich über den Parkplatz, treffe meine ehemaligen Nachbarn: „Hallo, wie geht`s?“ „Gut, und euch?“ „Schnell noch etwas einkaufen,“ wedeln sie mit einem DinA4 Rabattcoupon. „Was ist das? Hab ich gar nicht gesehen.“

Kennst du: Jemand macht das Schnäppchen in einer Rabattaktion. Wenn du das mit bekommst, dann kommt immer diese quälende Stimme in dir: „DAS will ich auch!“ Zuhause habe ich sofort die Zeitungen wieder aus dem Altpapier-Stapel geholt und siehe da: Gefunden. Stolz stecke ich mir den Rabattcoupon in meine Tasche und schreibe schon mal den nächsten Einkaufszettel.

Am nächsten Tag. Sofort einkaufen nach der Arbeit. 20 % Rabatt für Kaffee oder Waschpulver (brauche ich schließlich immer)? Nun gut, 20 % für Waschpulver und 10 % für noch einmal Waschpulver und  jeweils 10 % für zwei Mal Kaffee. Ich nehme auch noch Kakao mit, der ist auch fast leer. Und Katzenfutter. Das Teuerste. Meine Katze ist alt und schwach und nicht so ganz gesund. Und dieses Futter mag sie gerne. Ich nehme drei Pakete. Drei mal 5 % Rabatt. Ganz sorgfältig klebe ich die Coupons neben den Strichcode. Mit ca. einem Zentimeter Entfernung, damit die Strichcodes sich beim scannen nicht in die Quere kommen. Ich muss zugeben: Ich habe sogar einige Sekunden darüber nachgedacht, wie es wohl am besten wäre.

An der Kasse. Die Kassiererin  nimmt sich Ware für Ware und zieht die Rabattcoupons wieder von der Ware ab, um sie anschließend einzuscannen. Fassungslos schaue ich sie an. Und sie …

Sie schaut „so“ auf meine akkurat geklebten Coupons. Beim dritten Teil weiß sie dann schon, wo sie suchen muss: einen Zentimeter neben dem Strichcode. Sie hebt den Kopf und schaut mich an - nach dem Motto: Wie sieht jemand aus, der Rabattcoupons akkurat im Zentimeterabstand aufklebt?

Du weißt genau, wenn dich jemand über die Brillengläser hinweg anguckt … den Kopf eigentlich nach unten gesenkt, aber den Blick nach oben direkt über die Gläser … oweia!

Zuhause habe ich schließlich festgestellt, dass ich Balance-Kaffee gekauft habe. Ich bin begeisterter Kaffeetrinker. Balance ist kein richtiger Kaffee. Okay. Ich stopfe den Kaffee in den Vorratsschrank. Balance. Halb und halb. Ist auch gesünder. (DAS glaube ich eigentlich nicht. Ich glaube ja eher, dass alles, das verändert wird, eher schädlich ist.)

Kakao habe ich den mit Erdbeergeschmack gekauft, stelle ich erschüttert fest. Dass es den noch gibt! Den mag kein Mensch. Auch in den Vorratsschrank. Vielleicht kann ich im Sommer einen Erdbeer-Eisshake davon machen. (Viele Erdbeer-Eisshakes). Das teure Katzenfutter kommt in den Schrank zu den anderen vier Paketen. Gleiche Sorte. Wenn ich Pech habe, mag sie genau dieses Futter ab morgen nicht mehr. Kommt ja schon mal vor bei Katzen.

Über Risiken und Nebenwirkungen bei Rabatt-Coupons fragen Sie ….

 

… Andrea Agnes Annette Moll