Andrea Agnes Annette Moll
Schriftstellerin auf dem Weg zu meinem ersten Buch ...

 

 Andrea Agnes Annette Moll …      

… ist das Pseudonym das ich mir gewählt habe.

 

Mein erster Roman ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Liebeserklärung an Mensch und Tier, an das Leben und das Dorf, in dem ich lebe. Seit ich schreiben kann, schreibe ich unermüdlich. Als gelernte Bankkauffrau, freiberufliche Trauerrednerin und heute tätig im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, habe ich es geschafft, dass ich immer das machen durfte, was mir am meisten Spaß bereitete: schreiben. Und lesen.

  »Mein Buch ist wie ein Freund, mit dem ich gerne meine Zeit verbringe.  Wenn ich schreibe, versinke ich in die Geschichte meines Romans und bin unterwegs mit den handelnden Personen, die alle meine Freunde sind.«

 Geschrieben habe ich immer. Seit ich schreiben kann. Für die Schule, für meine Freunde und Brieffreunde, für meine Eltern, für mich. Ich habe nicht geschrieben, um etwas zu veröffentlichen.

          Ein Maler malt, weil er ein Bild vor seinem inneren Auge hat.

          Ein Fotograf fotografiert, weil er ein Motiv entdeckt hat, das er festhalten will.

          Ein Autor schreibt, weil sich eine Geschichte in seinem Kopf entwickelt.

 Ich muss schreiben. Ich gehe durch das Leben mit dem Blick: Wie könnte ich daraus eine Geschichte machen? Welche Worte sollte ich wählen? Wie geht diese Geschichte aus, wenn ich sie schreibe? Schreibend bewahre ich die Pippi Langstrumpf in mir: Ich schreibe mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Meinen ersten bewussten Erfolg hatte ich mit neun Jahren. Kann sein, dass ich auch bereits zehn war. Ich hatte im Deutschunterricht eine eins plus mit Sternchen (1+*) bekommen. Wir sollten eine Lügengeschichte schreiben. Meine Eltern waren eher erstaunt, als erfreut. Meine Lügengeschichte mit der eins plus mit Sternchen erschien ihnen ziemlich skandalös. Leider weiß ich nicht mehr, wovon die Geschichte handelte. Zu gerne würde ich sie heute noch einmal lesen.

Mein erstes Buch habe ich auf einem alten Laptop geschrieben. Auf einem zu alten Laptop. Dieser Laptop ist kurz vor der Fertigstellung meines Buches ein letztes Mal hochgefahren.
Er konnte jedenfalls nicht reanimiert werden. Nein, ich hatte auch keine Sicherheitskopie gemacht. Ich war gar nicht erst auf die Idee gekommen. Ich hatte dieses Buch nur für mich geschrieben. Es war nicht zur Veröffentlichung geplant. Genauso wie dieses Buch.

Mein gelernter Beruf Bankkaufrau ließ wenig Raum für kreatives Schreiben, doch ich hatte ausreichend Gelegenheit in meiner Freizeit. Nach der Geburt meiner beiden Kinder hatte ich wieder mehr Zeit. Auf jeder Etage in unserem Haus, in jedem Zimmer, in jeder Tasche, Handtasche wie auch Wickeltasche waren meine Notizbücher verteilt. Schreiben konnte ich immer und überall. Über alles.
„Mit zwei kleinen Kindern hattest du Zeit – wieder mehr Zeit – zum Schreiben?“, werden sich manche erstaunt fragen.
„Mit zwei kleinen Kindern hat man keine Zeit zum Schreiben.“
Doch. Ich hatte Zeit. Ich war Vollzeitmutter und wir haben uns mit der Geburt der Kinder gegen den Jahresurlaub, gegen das zweite Auto, gegen Theater und Wochenendausflüge und gegen vieles mehr entschieden. Wir hatten wenig Geld und ich hatte viel Zeit. Für meine Kinder und für mich.
Als die Kinder etwas älter waren und mein Freiraum größer wurde, habe ich einige Jahre als freiberufliche Trauerrednerin gearbeitet. Wieder durfte ich schreiben. Diese Jahre waren eine wunderschöne und bereichernde Zeit! Die Hinterbliebenen haben mir bei unseren gemeinsamen Gesprächen, die wir geführt haben, ihre wunderbaren wertvollen Lebensweisheiten und Lebenserfahrungen weitergegeben. Wir sind uns nur wenige Male begegnet. Doch es waren Menschen, die mich sehr geprägt haben. Vieles davon fließt in meine Bücher ein.

Mein aktuelles Buch "Hummelliebe", mein zweites großes Projekt, (mein erstes Buch ist ja leider mit meinem alten Laptop gestorben) fing an mit kleinen Geschichten, meine teilweise autobiografische Geschichte, die gar nicht als Buch geplant war ...
An dieser Stelle musste ich einige Zeilen wieder löschen, ich will ja nicht zu viel verraten.

Daraus entstanden ist letztendlich ein Buch, in dem es um die Liebe geht. Jede Liebe, die uns im Leben begegnet. Jede Liebe, die wir empfinden. Diese ganze wunderbare Vielfalt der Liebe. Gleichzeitig ist es ein Dank an meine Eltern für das, was sie uns vermittelt haben. Jeder auf seine Art.
Zum guten Schluss ist auch mein Heimatort Grund für mich, über ihn zu schreiben. Mancher Rommerskirchener wird sich fragen: „Was kann man über Rommerskirchen schreiben? Und warum sollte man?“

Alles ist es wert, liebevoll beschrieben zu werden, was man liebevoll betrachtet.

Ich hatte vor, mir einen Verlag zu suchen, mich zu „bewerben“. Doch wie jeder Autor will ich schreiben und mich nicht mit diesem mühsamen und aufwändigen "Bewerbungsverfahren" auseinandersetzen. Es bleibt dabei zu wenig Zeit für mich übrig. Zum Schreiben. Dachte ich.
In einer schlaflosen Nacht habe ich mich schließlich entschieden, mein Buch ohne Verlag fertig zu stellen. Das heißt: Ich benötige schon einen Verlag, aber ich mache es unter eigener Regie. Nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, breitete sich ein ungeheures Glücksgefühl und eine große Erleichterung in mir aus. In diesem Moment spürte ich, dass der Gedanke mein Projekt unter den ganz klaren Vorgaben der Verlage dort vorzustellen, ungeheuren Druck auf mich ausgeübt hatte. (Ich weiß, dass sich dieser Satz sehr kompliziert liest. Ich habe ihn bewusst nicht geändert, weil er verdeutlicht, wie ich diese Vorgaben und den Aufwand empfunden habe.)
Schließlich habe ich wenig Zeit. Und mein zweites Buch läuft bereits nebenher.

Danach ging es mir wieder besser. Ein Stein war mir von meinem Herzen gefallen. Ich habe liebe Freunde und Bekannte, die mir sofort hilfsbereit zur Seite standen und noch stehen. Und jetzt, nachdem dieses Buch endlich fertig ist, mein Baby geboren … dann ist es zwar mein Buch, doch ihr alle habt euren Beitrag geleistet.

           WIR haben mein Ziel erreicht.

           Ich danke euch von ganzem Herzen.

 

Herzliche Grüße

Eure

Andrea Agnes Annette Moll